Sebastian Baum

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Zum Geburtstag des Grundgesetzes: Gemeinsame Erklärung für Demokratie und Vielfalt

„Anlässlich der Feierlichkeiten rund um den 23. Mai ist es mir eine Freude zu sagen: Die Feuerwehren Deutschlands stehen voll und ganz hinter den Werten des Grundgesetzes“, bekräftigt Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), zum 75. Jahrestag des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

Der DFV hat gemeinsam mit vier Hilfsorganisationen eine „Gemeinsame Erklärung für eine vielfältige und demokratische Gesellschaft“ unterzeichnet: „Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V., der Deutsche Feuerwehrverband e.V., die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V., die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und der Malteser Hilfsdienst e.V. bekennen sich zur gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft und positionieren sich klar gegen jede Form der Ausgrenzung und Diskriminierung. Gewalt gegen Politikerinnen und Politiker oder Einsatzkräfte, Geheimpläne zur Vertreibung von Millionen Menschen und jeder weitere Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung, den Rechtsstaat und die Menschenwürde nehmen wir nicht hin.“

„Wir verstehen uns als Teil einer vielfältigen, toleranten Zivilgesellschaft und stärken durch unsere Dienste den sozialen Zusammenhalt“, heißt es in der Erklärung. Wer diese Werte teilt, ist ausdrücklich eingeladen, sich vor Ort in den Organisationen zu engagieren und an diesem gemeinsamen Ziel mitzuwirken. Die „Gemeinsame Erklärung für eine vielfältige und demokratische Gesellschaft“ steht unter https://www.feuerwehrverband.de/kampagnen/vielfalt/ online.

DFV und DJF gemeinsam für Demokratie in den Feuerwehren

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) vertritt die Interessen aller Menschen in Deutschland, die sich in den Feuerwehren ehren- oder hauptamtlich engagieren. Dazu zählen auch die rund 300.000 Kinder und Jugendlichen, die in der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF) organisiert sind. Als Unterzeichner der „Charta der Vielfalt“ seit 2010 setzt sich der DFV für die Förderung und Integration gesellschaftlicher Minderheiten ein. Allen Menschen soll eine sichere, selbstbewusste und selbstbestimmte Teilhabe an der Feuerwehrarbeit ermöglicht werden. Das ist nur in einer Demokratie möglich, zu der sich der Verband in diesem Zusammenhang auch in seiner Satzung bekennt.

Aktuell sind Demokratie und Vielfalt in Deutschland aber laut Verfassungsschutz vor allem durch rechtsextreme Akteure bedroht. Während im Alltag Beleidigungen und Gewalt gegen all jene zunehmen, die nicht ins rechtsextreme Gesellschaftsbild passen, erhalten extremistische Parteien immer mehr Zustimmung. DFV und DJF rufen daher alle Wählerinnen und Wähler dazu auf, sich an den diesjährigen Kommunal-, Europa- sowie Landtagswahlen zu beteiligen und die Parteien zu unterstützen, die sich für Demokratie und Vielfalt einsetzen. DFV-Präsident Karl-Heinz Banse erklärt dazu: „Die deutschen Feuerwehren engagieren sich vielfältig in der Demokratiearbeit. Als von Grund auf demokratisch organisierte Verbände sind wir die, auf die sich Gesellschaft und Staat verlassen können. Aber auch wir haben Interessen und Bedarfe. Fordern wir diese von der Politik ein!“

Bei der diesjährigen Europawahl dürfen Jugendliche bereits ab 16 Jahren teilnehmen und zum Beispiel in Brandenburg auch an der dortigen Kommunalwahl sowie der Landtagswahl im Herbst. Bundesjugendleiter Christian Patzelt sagt dazu: „Ich gehe immer wählen, natürlich auch am 9. Juni zur Europawahl. Und ich freue mich jedes Mal, unsere Demokratie mitzugestalten. Geht wählen, nutzt die Chance, eine politische Richtung zu wählen, die sich zu der vielfältigen, demokratischen Gemeinschaft in Deutschland und in Europa bekennt!“

Die praktische Demokratie- und Vielfaltsarbeit in den Feuerwehrverbänden wird aktuell auch bei der Jubiläumsfeier der Bundesregierung zu 75 Jahren Grundgesetz präsentiert – vom 24. bis 26. Mai im Spreebogenpark Berlin. Informationen hierzu stehen hier bereit. Eine Übersicht der Projekte von Feuerwehrverbänden im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ gibt es hier. Einblicke in die Integrations- und Vielfaltsarbeit der Deutschen Jugendfeuerwehr stehen hier online.

Feuerwehr – gemeinsam in die Zukunft: Für ein demokratisches Miteinander und gesellschaftliche Vielfalt

Seit vielen Jahren setzt sich der Landesfeuerwehrverband Hessen e. V. für Demokratie ein und fördert hierzu die Sensibilität und Weiterbildung der Feuerwehrangehörigen. Seit 2016 sind wir mit dem Projekt „Feuerwehr – gemeinsam in die Zukunft“ Träger im Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und stärken demokratisches Miteinander und gesellschaftliche Vielfalt.

Positionspapier –  70. Verbandsversammlung in Dieburg

Warum beschäftigen wir uns als Landesfeuerwehrverband mit Demokratie und demokratischen Werten? Sollen wir nicht neutral sein? – Wir wollen parteipolitisch neutral sein. Aber politisch dürfen wir nicht neutral sein, sondern müssen und wollen aktiv die demokratischen Werte und Menschenrechte vertreten, die im Grundgesetz festgehalten sind. Dieser Auftrag ist auch in § 10 Abs. 1 HBKG klar formuliert:

„Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren sind freiwillig und ehrenamtlich im Dienst einer Gemeinde tätig. Sie müssen für die Übernahme des Ehrenamtes persönlich geeignet sein und für die freiheitlich demokratische Grundordnung eintreten.“

Diese gesetzliche Grundlage vorangestellt, stellen wir gemeinsam fest:

Seit vielen Jahren setzt sich der Landesfeuerwehrverband Hessen e. V. für Demokratie ein und fördert hierzu die Sensibilität und Weiterbildung der Feuerwehrangehörigen. Seit 2016 sind wir mit dem Projekt „Feuerwehr – gemeinsam in die Zukunft“ Träger im Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und stärken demokratisches Miteinander und gesellschaftliche Vielfalt. Wir stärken damit Mitbestimmung und Teilhabe aller in den Feuerwehren vertretenen Gruppen genauso wie kameradschaftlichen Umgang und konstruktive Konfliktbewältigung. Darunter verstehen wir unter anderem ehrliche, respektvolle Kommunikation sowie Toleranz gegenüber einer anderen Meinung, Lebensweise oder Herkunft.

Dazu bilden wir Feuerwehrangehörige zu Konfliktberaterinnen und -beratern aus, die unterstützen, gemeinsam und auf Augenhöhe nachhaltige Lösungen zu finden und so die Kameradschaft zu stärken. Eine besondere Stellung haben zudem die Rexlotsen, die rund um Rechtspopulismus oder Diskriminierung aktiv werden. Ergänzend thematisieren wir unsere Werte in Seminaren an der Hessischen Landesfeuerwehrschule und haben ein eigenes Seminarangebot entwickelt. Dieses reicht von der Stärkung einzelner Gruppen wie Führungskräften oder Feuerwehrfrauen über die Motivation aller Generationen bis zur Darstellung von Extremismusformen und der Entwicklung einer politischen Haltung.

Auch die Hessische Jugendfeuerwehr hat mit ihrem Bildungsauftrag eine lange Tradition in der Vermittlung demokratischer Werte. Die Rexlotsen haben ihren Ursprung in der Jugendfeuerwehr und sind in der jetzigen Form ein Gemeinschaftsprodukt mit dem Landesfeuerwehrverband, genauso wie unsere Broschüre „Umgang mit Rechtspopulismus“, die weit über die Grenzen von Hessen hinaus Beachtung gefunden hat.

Werte sind ein Querschnittsthema, daher starten wir 2024 ein Projekt mit allen unseren Abteilungen: Zusammen mit der Hessischen Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr bringen wir unsere Werte an die Basis und regen an, sich auch innerhalb der Mannschaft damit auseinanderzusetzen. Wir starten mit einer Serie zu unterschiedlichen Werten, die nach und nach in Umlauf gebracht werden. Der erste ist gleich das, was uns als Feuerwehr zusammenhält: Kameradschaft.

In diesem Bewusstsein schließen wir uns der Trierer Erklärung des Deutschen Städtetages vom 18. Januar 2024 an, welche auch durch den Deutschen Feuerwehrverband getragen wird:

„Demokratie braucht Auseinandersetzung, Demokratinnen und Demokraten müssen auch Streit aushalten und Widerspruch akzeptieren. Was wir nicht akzeptieren, ist, wenn der Kern unserer Verfassung und die Basis unseres Zusammenlebens angegriffen wird: die Würde des Menschen. Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaat müssen immer wieder neu verteidigt werden. Eine wehrhafte Demokratie lebt von einer aktiven und wachen Zivilgesellschaft vor Ort.“

Als Feuerwehrangehörige sind wir ein wesentlicher Bestandteil der Zivilgesellschaft. Damit haben wir eine besondere Verantwortung. Wir stehen im Dienste aller Menschen unserer Gesellschaft und leben Kameradschaft. Ausgrenzung, Ungleichbehandlung oder Meinungen, die die Menschenwürde verletzen, sind in keiner Weise kameradschaftlich und können in unserer Mitte keinen Platz haben. Die Feuerwehren in Hessen setzen sich für einesolidarische, gerechte und humane Gesellschaft ein. Wir rufen alle Angehörigen der Feuerwehren in Hessen dazu auf, die Werte der Feuerwehr nach außen und innen aktiv zu vertreten.

Unwetter: Zugevakuierung in Hofheim – Unterstützung im Hochtaunuskreis

Das angekündigte Unwetter hat den Main-Taunus-Kreis am Donnerstagabend glücklicherweise weitgehend verschont. Lediglich in Eschborn mussten sieben vollgelaufene Keller ausgepumpt werden, in Eppstein und Schwalbach kam es jeweils zu zwei kleineren Unwettereinsätzen. In Hofheim musste ein liegengebliebener Regionalexpress evakuiert werden und im Hochtaunuskreis unterstützte die Feuerwehr Bad Soden.

Der Regionalexpress RE22, der von Limburg in Richtung Frankfurt unterwegs war, blieb gegen 17:45 Uhr in der Nähe der Krebsmühle in Hofheim liegen. Ob die Oberleitung durch den Sturm oder durch einen technischen Defekt beschädigt wurde, ist noch unklar. Der Zug konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr in die herunterhängende Oberleitung. Daher war eine aufwändige Evakuierung der Fahrgäste in einen Ersatzzug durch die Feuerwehr Hofheim erforderlich.

Die Feuerwehr Bad Soden rückte gegen 21:30 Uhr zur Unterstützung in den Hochtaunuskreis aus. Die Tiefgarage der Hochtaunuskliniken in Bad Homburg vor der Höhe war aufgrund des Starkregens vollgelaufen. Die fünf Einsatzkräfte aus Bad Soden setzten in einem eigenen Einsatzabschnitt 14 Tauchpumpen des Abrollbehälters Hochwasser ein. Damit wurden bis gegen 04:20 Uhr ca. 10.200 Liter Wasser pro Minute abgepumpt.

Am Freitagmorgen musste die Feuerwehr Bad Soden-Neuenhain noch einen umgestürzten Baum von der Straße räumen. In Hattersheim musste die Feuerwehr wegen des Hochwassers des Schwarzbachs eine Fußgängerunterführung sperren.

Sicheres Grillvergnügen: Acht Tipps der Feuerwehr

Sonnenschein und teils schon sommerliche Temperaturen locken zum Grillvergnügen im Garten und auf dem Balkon. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) appelliert, gedankenlosen Leichtsinn zu vermeiden. „Planen Sie umsichtig, grillen Sie sicher und achten Sie auch nach Ende des Grillabends auf mögliche Gefahren“, rät DFV-Vizepräsident Hermann Schreck, „so können Sie schmerzhafte Verbrennungen oder Vergiftungen durch Kohlenmonoxid vermeiden!“

Der Deutsche Feuerwehrverband gibt acht wichtige Tipps für Ihr Grillvergnügen:

  • Achten Sie darauf, dass der Grill sicher und windgeschützt steht. Bauen Sie keine Behelfskonstruktionen.
  • Wenn Sie an einem Lagerfeuer grillen, sorgen Sie für einen nicht brennbaren Streifen (Erde, Sand, Steine) rund um den Grillplatz und halten Sie einen Kübel mit Sand oder einen Feuerlöscher (am besten Wasser oder Schaum) zum Ablöschen bereit.
  • Beaufsichtigen Sie den Grill – vor allem, wenn Kinder in der Nähe sind. Ein Sicherheitsabstand von zwei bis drei Metern kann Verletzungen vermeiden.
  • Gießen Sie niemals Spiritus oder andere brennbare Flüssigkeiten auf den Grill! Die dabei entstehende Stichflamme führt zu gefährlichen Verbrennungen.
  • Bei Verbrennungen gilt: Kühlen Sie Brandwunden kleineren Ausmaßes maximal zehn Minuten lang mit Wasser (kein Eis, kein eiskaltes Wasser). Rufen Sie bei größeren Verletzungen sofort Hilfe über den Notruf 112!
  • Auch wenn schlechtes Wetter Sie aus dem Garten oder vom Balkon vertreibt – grillen Sie nie in geschlossenen Räumen. Auch zum Abkühlen hat der erloschene Grill hier nichts verloren: Es besteht Lebensgefahr durch tödliche Brandgase!
  • Grillen Sie in der Natur nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen. Respektieren Sie Verbote (zum Beispiel in Waldbrand gefährdeten Gebieten).
  • Wenn die Party vorbei ist, lassen Sie die Asche unter Aufsicht komplett abkühlen, ehe Sie sie entsorgen – aber nie in Kartons oder Plastikbehälter. Vergraben Sie heiße Glut nie im Sand, wenn Sie am Strand gegrillt haben!

Umfangreiche Informationen zur Prävention speziell für Kinder gibt es unter www.paulinchen.de/praevention/tipps-zum-schutz. Auf www.co-macht-ko.de stehen Hinweise zum Schutz vor Kohlenmonoxidvergiftungen online.

Sicheres Fahren zum Einsatz im Katastrophenschutz

Zehn Katastrophenschutz-Fahrzeuge aus dem Main-Taunus-Kreis machten sich am Freitagmorgen auf den Weg nach Gründau. Ziel war jedoch kein Einsatz, sondern das Fahrsicherheitszentrum des ADAC.

Ziel des vom Amt für Brandschutz und Rettungswesen des Main-Taunus-Kreises organisierten Trainings war es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das notwendige Wissen und die Fähigkeiten zu vermitteln, um sicher und verantwortungsbewusst mit den Einsatzfahrzeugen zu fahren. Durch praktische Übungen und theoretische Unterweisungen wurde den Maschinisten vermittelt, Gefahrensituationen zu erkennen, angemessen zu reagieren und Unfälle zu vermeiden. Zudem sollte das Training dazu beitragen, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und das Risiko von Unfällen mit schweren Fahrzeugen zu minimieren.

Hierzu trafen sich um 6:30 Uhr insgesamt 18 Teilnehmende mit 10 Fahrzeugen des Katastrophenschutzes und fuhren in den Main-Kinzig-Kreis. Nach einer kurzen Begrüßung durch die beiden Trainer bei Kaffee und belegten Brötchen ging es an die Praxis.

Zu bewältigen galt es zunächst Grundfahrübungen, wie rückwärts Einparken in verschiedenen Positionen, Wenden auf engstem Raum, zwei Hindernissparcoure vorwärts und rückwärts sowie das Durchfahren von engen S-Kurven.

Danach ging es an die Durchführung von Gefahrenbremsungen auf trockenem sowie nassem Asphalt bei 20 km/h, 30 km/h und 40 km/h.

Nach eine kurzen Stärkung beim Mittagessen folgte der anspruchsvollere Teil: Die Gleitfläche war vorbereitet. 

Hier galt es nun, Brems- und Ausweichmanöver bei verschiedenen Witterungsbedingungen wie beispielsweise feuchtem Laub oder nassem Kopfsteinpflaster bei 20 km/h, 30 km/h und 35 km/h zu üben. Hier sahen die Bremswege der verschiedenen Großfahrzeuge schon deutlich anders aus. Besonders anspruchsvoll gestalte sich hierbei das Ausweichen bei plötzlich auftretenden Hindernissen. Hier reagierten die Einsatzfahrzeuge je nach Reifen, Gewicht, etc. deutlich verschieden.

MTK-Feuerwehren bei der 70. Verbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbandes

„Hessens Feuerwehren zu Gast in Dieburg im Landkreis Darmstadt-Dieburg“ hieß es am Wochenende zur 70. Verbandsversammlung des Landesfeuerwehrverband Hessen.

Ein Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes Main-Taunus reiste bereits am Freitag nach Dieburg, um an der Sitzung des Landesfeuerwehrausschusses sowie am Empfang des Landesfeuerwehrverbandes teilzunehmen. Ein buntes Programm sowie Gespräche mit Vertretern der verschiedenen Gremien rundeten den Abend ab.

Am Samstagmorgen reisten weitere Delegierte aus Flörsheim am Main an und konnten sich über ein abwechslungsreiches und informatives Programm freuen: Der Fachvortrag von Frank Linnarz über die Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 hat uns alle tief berührt und gezeigt, wie wichtig unsere Arbeit ist. Auch die Grußworte der Gäste, wie des Hessischen Innenministers Prof. Dr. Roman Poseck und weiterer Vertreter aus Politik und Feuerwehr, zeigten, dass die Arbeit der Hessischen Feuerwehren geschätzt und unterstützt wird.

Besonders hervorzuheben ist die Verabschiedung des Positionspapiers „Feuerwehr – gemeinsam in die Zukunft: Für ein demokratisches Miteinander und gesellschaftliche Vielfalt“. Damit bekennen wir uns zu wichtigen Werten und zeigen, dass die Feuerwehren nicht nur für Sicherheit, sondern auch für ein respektvolles Miteinander in unserer Gesellschaft stehen.

Wir sind stolz darauf, dass der Kreisfeuerwehrverband Main-Taunus mit einer sechsköpfigen Delegation vertreten war. Allen Delegierten ein herzliches Dankeschön für ihr Engagement und ihren Einsatz für unsere Belange.

Wasserrettungsübung auf dem Main bei Hochheim: Erfolgreicher Einsatz von rund 100 Einsatzkräften

Am Samstag führten die MTK-Feuerwehren eine Wasserrettungsübung auf dem Main bei Hochheim durch. Bei einem simulierten Kanuausflug einer Jugendgruppe kam es zu einem Bootsunfall im Bereich der Staustufe Kostheim, bei dem mehrere Personen im Wasser trieben und eine Person unterging. Dank dem schnellen Einsatz von rund 100 Einsatzkräften aus Feuerwehren, THW und DRK konnten alle Personen erfolgreich gerettet werden.

Das erste Boot der Feuerwehr Hochheim rettete zwei Personen aus dem Wasser und vom Brückenpfeiler der Eisenbahnbrücke. Eine groß angelegte Landsuche am Mainufer wurde durchgeführt, bei der gefundenen Personen mittels des Allradfahrzeugs der Rettungstaucher aus dem Gelände gebracht und dem Rettungsdienst übergeben wurden. Zusätzlich wurde das Ufer auch von der Wasserseite durch Boote der Feuerwehr Flörsheim und Eddersheim abgesucht. Ein Tauchereinsatz vom Boot der Feuerwehr Hochheim zur Rettung der gesunkenen Person wurde ebenfalls durchgeführt, während das THW Hofheim die havarierten Kanus ans Ufer brachte.

Rund 100 Einsatzkräfte aus den Feuerwehren Hochheim am Main, Flörsheim am Main und Hattersheim am Main, der Technischen Einsatzleitung und den Rettungstauchern des Main-Taunus-Kreises, dem THW OV Hofheim und dem DRK OV Hochheim am Main waren beteiligt. Die Feuerwehren bedanken sich insbesondere beim Kanuverein Hochheim, dessen Jugendliche die Übungsdarstellung übernommen haben.

Die Übung ist Teil der umfangreichen Vorbereitung der drei Mainanlieger-Feuerwehren Flörsheim, Hattersheim und Hochheim für die Wasserrettung auf dem Main. Fortlaufend werden gemeinsam Ausbildungen durchgeführt sowie die Einsatzpläne verbessert.

Interventionsleitfaden sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) bietet Feuerwehrangehörigen und Führungskräften mit dem neuen „Interventionsleitfaden sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt“ eine wichtige Hilfe beim Umgang mit konkreten Vorfällen wie auch in der Präventionsarbeit. Zudem gibt es ab sofort die ehrenamtlich besetzte „Anlaufstelle für sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt des Deutschen Feuerwehrverbandes“ als Kontaktpunkt für Betroffene, die unabhängig von eigenen lokalen Strukturen Unterstützung suchen. Neben der neutralen Aufarbeitung von Ereignissen stehen auch das soziale Miteinander in den Feuerwehren selbst sowie das Vertrauen der Bevölkerung in die Einsatzkräfte im Fokus.

„Sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt in ihren vielfältigen Formen gehen als Thema auch an Feuerwehren nicht spurlos vorüber. Unsere Aufgabe ist es, sowohl Betroffenen eine Orientierungshilfe als auch Führungskräften ein einheitliches Werkzeug zur Aufarbeitung von Fällen in den eigenen Reihen zur Verfügung zu stellen. Ein wachsamer und sensibler Umgang im Alltag sowie eine konsequente Aufarbeitung und zielgerichtete Hilfe im Ereignisfall sind insbesondere für Verantwortliche in den Feuerwehren unumgänglich. Der hierzu veröffentlichte Leitfaden des Deutschen Feuerwehrverbandes dient damit der wirksamen Unterstützung der Präventions- und Interventionsarbeit vor Ort“, erläutert DFV-Vizepräsident Karl-Heinz Frank.

Erstellt wurde die Publikation durch den DFV-Arbeitskreis „Fairness im Fokus“. Das Gremium war installiert worden, um sich intensiv mit geeigneten präventiven und repressiven Maßnahmen zu beschäftigen und den Feuerwehren sowie den Verbänden entsprechende Empfehlungen und Hilfestellungen an die Hand zu geben. Vorsitzende des Arbeitskreises sind Birgit Kill, Leiterin des Fachbereichs Frauen im DFV, und DFV-Vizepräsident Karl-Heinz Frank.

„Ziel des Leitfadens ist es, sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt in der Feuerwehr zu erkennen und zu bekämpfen, um ein sicheres und respektvolles Arbeitsumfeld für alle Feuerwehrangehörigen zu gewährleisten. Er stellt ein wichtiges Instrument zur Sensibilisierung für diese Themen dar und gibt strukturierte Empfehlungen für den Umgang mit solchen Vorfällen“, berichtet Birgit Kill. „Nur durch die Kombination von Prävention und Intervention kann ein echter Wandel hin zu einer gerechteren und inklusiveren Feuerwehr erreicht werden“, so Kill.

Die 16-seitige Publikation ist in folgende Abschnitte unterteilt:

  • Einleitung
  • Allgemeines Vorgehen
  • Maßnahmenkatalog
  • Grundregeln für Gespräche von Vertrauenspersonen und Führungskräften mit den Betroffenen
  • Ablaufplan
  • Externe Notfallnummern
  • Checklisten (Erstgespräch, Folgegespräch, Wertfreie Anhörung verursachende Person, Lösungsgespräch, Bewertung und Maßnahmen, Relevante Straftatbestände)

Unabhängige Anlaufstelle bei möglichen Vorfällen

Die DFV-Anlaufstelle bietet vertraulichen Kontakt zu ehrenamtlichen Ansprechpartnerinnen und Unterstützung bei einem möglichen Vorfall. Begleitend werden Aushänge mit Kontaktnummern zur allgemeinen Information in den Diensträumen bereitgestellt. Eine Präsentation mit umfangreichen Erklärungen zum Thema gibt weitere Informationen. Die Publikationen und Informationen stehen unter https://www.feuerwehrverband.de/fachliches/ak/ak-fif/ zum Herunterladen zur Verfügung.

Im Rahmen der Onlinefortbildungsreihe „DFV direkt“ befasst sich Birgit Kill unter dem Titel „Sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt: (K)ein Thema in der Feuerwehr?“ am Mittwoch, 22. Mai 2024, von 18 bis 19 Uhr mit dem Themenkomplex. Die Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung ist unter https://www.feuerwehrverband.de/veranstaltungen/dfv-direkt/ möglich.

Online-Escape-Game zum richtigen Verhalten im Brandfall

Die Feuerwehren haben einen neuen Verbündeten in der Brandschutzprävention: das innovative Online-Escape-Game „120 Sekunden, was tun wenn’s brennt“. Es wurde entwickelt, um spielerisch und interaktiv das richtige Verhalten im Brandfall zu vermitteln. Auf eine anschauliche Weise werden lebensrettende Fähigkeiten für den Brandfall im eigenen Zuhause aufgezeigt.

Dieses Spiel bietet allen Altersgruppen eine spannende Möglichkeit, das eigene Bewusstsein für Brandschutz zu schärfen und die richtigen Schritte im Ernstfall üben. „Uns ist bewusst, dass wir Jugendliche und Erwachsene heute meist nicht mehr über die klassische Brandschutzaufklärung erreichen“, sagt DFV-Vizepräsident Hermann Schreck. „Mit dem Online-Escape-Spiel ,120 Sekunden‘ haben wir ein Angebot, das speziell darauf abzielt, auf unterhaltsame Weise wichtige Brandschutzkenntnisse zu vermitteln. Es ist auch für Feuerhttps://rauchmelder-lebensretter.de/120S-escape/wehren eine willkommene Ergänzung zu den klassischen Schulungsmaßnahmen und bietet eine moderne, ansprechende Art der Aufklärung.“

Das Online-Escape-Game startet im Schlafzimmer und zeigt mehrere Szenen in einer Wohnung, in der ein Brand im Wohnzimmer ausgebrochen ist. Spieler werden herausgefordert, innerhalb kurzer Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen, um sich und andere in Sicherheit zu bringen. Vom zügigen Verlassen eines Gebäudes im Brandfall bis hin zum Notruf 112 und der Alarmierung der Nachbarn bietet „120 Sekunden“ eine spielerische Herausforderung, die Spaß macht und gleichzeitig an lebensrettende Fähigkeiten erinnert.

Das Spiel kann kostenlos online unter https://rauchmelder-lebensretter.de/120S-escape/ gespielt werden.

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